Donnerstag, 7. April 2011

Mein Privileg




Den heutigen Morgen habe ich richtig genossen.
Bin früh aufgestanden, habe etwas hübsches angezogen und gefrühstückt. Dann bin ich kurz in die Bibliothek geradelt, wieder zu Hause habe ich etwas gegessen, dann einen Kuchen gebacken (Rezept folgt später), das Mittagessen vorbereitet, Fotos gemacht und jetzt schreibe ich.

Dieser perfekte Morgen hat mich gerade total inspiriert.

Ja, ich habe nämlich das Privileg genau machen zu können, was ich liebe.
Das klingt jetzt nach einem märchenhaften Leben.
So ist es natürlich nicht.
Deshalb werde ich euch jetzt erzählen wie es wirklich ist.

Ich habe schon sehr früh gewusst, dass ich Journalistin und Schriftstellerin werden möchte.
Das war immer klar für mich, etwas anderes kam gar nicht in Frage.
Aber wenn man dann älter wird, muss man plötzlich Entscheidungen treffen. Also entschied ich mich fürs Gymnasium, damit ich danach Journalismus studieren könne.
Doch so einfach verlief es nicht, sonst würde ich jetzt nicht hier sitzen und schreiben.
Das Gymnasium hat mir Mühe bereitet. Ich kann immer noch nicht genau erklären warum.
Jeder Lehrer war immer sauer auf mich und hat mir vorgeworfen faul zu sein, weil ich doch eigentlich viel mehr könne und das Gymnasium auch ohne Probleme schaffen könne.
Doch das war einfach nicht so.
Nach 5 Jahren, und ohne Matura, habe ich dann abgebrochen.
Es war eine absolut verrückte Entscheidung, aber ich bin einfach meinem Herzen gefolgt.

Und ich kann euch versichern, ich bereue diese Entscheidung nicht.
Ich bereue es auch nicht, 5 Jahre im Gymnasium gesessen zu haben. Denn ich habe jetzt eine gute Allgemeinbildung, habe viel erlebt und die Liebe meines Lebens kennengelernt.

Aber seither befand ich mich natürlich auf einem steinigen Weg.
Zu erst musste ich mich wieder aufpäppeln, weil mein Gewicht sehr kritisch war.
Danach machte ich mich auf die Suche nach meinem Weg.
Ich glaubte ihn ziemlich schnell gefunden zu haben und fing dann ein halbes Jahr später eine Lehre an.
Dies war eine totale Katastrophe und hat mich sehr mitgenommen, aber ich habe sehr, sehr viel daraus gelernt.

Ich versuchte mich immer wieder in diese "normalen" Ausbildungen und Wege hinein zu quetschen.
Meistens hörte ich erst auf, wenn mein Körper gestreikt hat und mich somit wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte.

Seit letztem Sommer versuche ich aber nur noch meinen eigenen Weg zu gehen.
Nun werde ich ende Monat 21 und habe wirklich schon einiges erreicht worauf ich stolz sein kann.
Es ist natürlich sehr schwierig, wenn man sich alleine durch die Welt zu schlagen versucht,
wenn man keine geregelte Ausbildung macht, sondern sich den Weg selbst festlegt.
Aber so bin ich nun mal. Ich mag es nicht, wenn mir jemand sagt, was ich zu tun habe.
Ich bin, wie ich bin. Und nur weil ich vieles anders mache, bedeutet dies nicht, dass mit mir etwas nicht stimmt ( wie ich lange immer gedacht habe).

Jeder Tag ist anders, ich stehe vor vielen Herausforderungen, muss mich mit meinen Ängsten und Panikattacken auseinander setzen und damit umgehen, ich versuche aber jeden Tag etwas zu machen, worauf ich stolz sein kann.
Egal ob dies das Schreiben und Fotografieren für den Blog ist, oder das Backen eines leckeren Kuchens oder das Häkeln an einem Produkt, welches ich dann in meinem Shop verkaufen kann.

Klar will ich meinen Eltern nicht noch ewig lange auf der Pelle hocken, aber ich versuche mir jetzt einfach mein eigenes Leben auf zubauen und hoffe, dass ich bald schon Geld verdienen kann, mit den Sachen die ich liebe!

Ich hoffe, ich kann vielleicht dem ein oder anderen ein wenig Mut machen.
Egal, was alle anderen sagen oder machen, folgt einfach eurem Herzen und macht, was euch glücklich macht!

Es ist ein steiniger Weg, aber es lohnt sich!
Ich danke allen, die mich immer unterstützen, an mich glauben und mich lieben wie ich bin ( dazu gehören auch meine lieben Leser, die mir so viel geben!)!

Love,

Lotta

Kommentare:

  1. Mach weiter so - finde deinen Blog supertoll;)

    AntwortenLöschen
  2. Du bist einfach shön Lotta :) Ich finde dein Zukunftserwartung ist einfach super, und ich bewundere dich sehr viel dafür! Wenn ich höre wieviel du hast in dein leben gestritten, und wie positiv du bist noch, es motiviert mich sehr :)

    Du bist super Lotta, und ich bin sehr stolz ein Freund von dir zu sein :)

    Scott

    Hoffentlich das da^^ ist alles richtig, ich denke ich habe dir shon gesagt, aber ich lerne noch Deutsch, also ich muss ein paar wörter übersetzen ;)

    Ganz Lieb!

    Scott

    AntwortenLöschen

Hallo! Schön das du dir die Zeit nimmst und mir einen Kommentar hinterlässt.
Bloss nicht schüchter sein, ich freue mich sowieso! Wenn du mir sonst lieber (oder auch) auf anderem Wege eine Nachricht hinterlassen möchtest, tu das via sara.bisonni@bluewin.ch

<3