Montag, 20. Februar 2012

Ein Tritt aus der Vergangenheit...

Ich hatte vor 2.5 Jahren einen Chef, oder besser gesagt: Tyrann, der mir das Leben zur Hölle gemacht hat.

Ich habe versucht damit abzuschliessen, aber es gibt immer wieder Situationen, in denen es mich wieder einholt.

Ich habe das erste halbe Jahr der Schneiderlehre dort gemacht. 
Zu erst fühlte ich mich geehrt, so eine tolle Stelle bekommen zu haben, von mehr als 60 Bewerbern.

Doch schon nach sehr kurzer Zeit, traten immer wie mehr Probleme auf.

Ich bekam Aufgaben, die überhaupt nicht für Anfänger gedacht waren. Ich wurde herum kommandiert , fertig gemacht und nicht respektiert. Mir wurden immer Vorwürfe gemacht. Ich war nie gut genug.
Ich konnte eine 5.5  (6 ist das Beste hier) in der Prüfung schreiben, und wurde trotzdem nur kritisiert.
Ich konnte nicht ich selbst sein...

Ich traute mir immer weniger zu.
Ich wurde immer wie öfter krank.
Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren.
Ich musste mich jeden Tag da hin schleppen.
Ich verbrachte jeden Tag in Panik.
Ich konnte nicht mehr essen.

Bis ich total zusammen brach.
Dann wurde zu erst Verständnis aufgebracht.
Aber wenige Tage später wurde ich als Verrückte dargestellt und mir wurde gekündigt.

Ich hatte das Gefühl, es sei alles meine Schuld und fühlte mich als komplette Versagerin.
Ich schämte mich abgrundtief.
So sehr, dass ich mich für 1.5 Jahre vor der Welt versteckt habe.


Dieses Arschloch (Entschuldigung, ein anderes Wort für so einen Menschen gibt es nicht!) durfte viel zu lange Lehrlinge ausbilden. Alle wussten von diesen Zuständen, doch alle verschlossen die Augen davor.

Ich glaube ganz fest an Karma, und es wird sich rächen.


Trotzdem macht es mich immer noch unsagbar wütend und traurig.
Ich habe immer noch Albträume.
Ich habe immer noch wahnsinnige Probleme damit, krank zu sein.
Ich habe Angst, wenn ich zurück komme, die Ausgestossene zu sein, die zu viel verpasst hat, ich will nicht immer die sein, die so viel krank ist und ich habe Angst, dass man mir die Ausbildung nicht zutraut.

Ich muss mir einfach immer wieder sagen, dass es normal ist ,mal krank zu sein.
Und das ich an mich glauben kann.

Aber an gewissen Tagen, kommt einfach alles zurück und es ist verdammt hart, selbstbewusst zu bleiben.



Ich weiss, es gibt viele da draussen, die unter solchen Tyrannen leiden.
Ich möchte euch dazu ermutigen, an euch zu glauben und euch zu wehren!!!!
Lasst euch nicht unterkriegen!

Love,
Sara




Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  2. Das was Du schreibst kommt mir sooooo bekannt vor, dass es schmerzt und erleichtert gleichermaßen. Ich wurde zwar nicht gekündigt sondern habe es volle drei Jahre durchgezogen, der Nachgeschmack ist aber sicherlich mindestens ebenso bitter. Noch einmal würde ich das niemals machen!

    Du machst es schon richtig; Trau Dich, an Dich zu glauben!

    LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich versteh dich total. Ich glaube, wenn mein Körper mich nicht dermassen gebremst hätte, hätt ichs auch durchgezogen......
      Man brauch (leider) oft etwas Zeit, um es so zu sehen. Wenn man mittendrin ist, ist alles ein bisschen verschwommen!

      Love,
      Sara

      Löschen
  3. Liebe Sara, lass Dich nicht unterkriegen, bleib stark und glaube an Dich. Ich bin mir sicher, dass Du das hinkriegst. Ich sende Dir viele gute Gedanken aus Deutschland.

    AntwortenLöschen

Hallo! Schön das du dir die Zeit nimmst und mir einen Kommentar hinterlässt.
Bloss nicht schüchter sein, ich freue mich sowieso! Wenn du mir sonst lieber (oder auch) auf anderem Wege eine Nachricht hinterlassen möchtest, tu das via sara.bisonni@bluewin.ch

<3