Freitag, 30. März 2012

Über Stress, Überreizung und das Erden.

Es tut mir leid, ich kann nicht einfach ganz normale Posts schreiben und so tun, als wäre alles okay.

Zur Zeit ist es sehr schwierig.

Seit mehreren Wochen schon, habe ich das Gefühl total unausgeglichen und nicht bei mir zu sein.
Ich bin glücklich in der Schule, ich hab eine tolle Familie und meinen Seelenverwandten, die Liebe meines Lebens an meiner Seite.
Was will man mehr?

Tja, leider aber komm ich mit mir selbst nicht ganz so gut zu recht. 
In stressigen Phasen meines Lebens verfalle ich immer wieder ins selbe Muster:

1. Ich verspüre Druck und Stress
2. Ich habe Angst nicht gut genug zu sein.
3. Ich setze mich unter Druck und registriere jeden Fehler.
4. Ich fühle mich wie eine Versagerin.
5. Dadurch, bin ich dann wirklich nicht mehr so gut, wie ich eigentlich wäre.
6. Ich versuche mich irgendwie durch zu beissen.
7. Ich bleibe stark, obwohl mein Körper mir alle möglichen Warnsignale gibt.
8. Nach einigen Wochen, stürzt mein "System" ab.

Danach fühle ich mich absolut kraftlos, erschöpft, uncreativ, lustlos und melancholisch.

Genau das ist mir wieder passiert. 
Ich bin die letzten Tage nicht mehr in die Schule gegangen, weil ich einfach nicht mehr konnte.
Jetzt habe ich zum Glück 2 Wochen Ferien.
Die beginnen aber gar nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.


Dieses Muster habe ich seit ich 13 bin und ich zum ersten Mal etwas bestimmtes in der Schule erreichen WOLLTE.
Ich bekam nie Druck von meinen Eltern. Nur von mir.

Im letzten Jahr bin ich wirklich unglaublich gewachsen und habe so vieles über mich gelernt.

Menschen die mir nahe stehen, sagen immer wieder: ich müsse mich selbst nur akzeptieren und sein lassen wie ich bin, dann würde mir vieles leichter fallen.
Wenn`s doch nur so einfach wäre.......

Mit den Selbstzweifeln, den Vorwürfen und der Unzufriedenheit gebe ich der Angst Futter.
Deshalb hatte ich im letzten Monat wieder sehr viele Panikattacken. In der Schule, im Zug, in der Natur, zu Hause und in Geschäften. Überall.

Ich versuchte mir Gutes zu tun.
Habe entspannende Bäder genommen, mich ganz bewusst mit Rosenöl einmassiert, habe mir Ruhe gegönnt, mich gut ernährt, und so weiter...

Aber das reicht nicht, denn die Gedanken sind stärker.
Ich reagiere überempfindlich auf alles, bin ständig Überreizt und will mich einfach zurück ziehen und alleine sein. 


Nun bin ich gerade ziemlich am ende mit meinem Latein.
Ich weiss, was ich ändern muss. Nur noch nicht genau wie.


Ich versuche meinen Zustand gerade zu akzeptieren und vertrauen zu haben, dass ich einen Ausweg finde.


Love,

Sara





Kommentare:

  1. Hallo :)
    Ich bin sicher, dass das bald wieder besser wird ;)
    Außerdem wollte ich dir einmal sagen wie toll ich deinen Blog finde, schöne Fotos, tolle Rezepte, ein bisschen Mode und persönliches, das finde ich echt toll :)

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  2. Warum zweifelst Du denn so sehr an Dir selbst?
    Du sagst, dass Du von aussen/Deinen Eltern keinen Druck bekommst.
    Sogar einen Freund hast, der Dich liebt. Obgleich Du selbst Dich schwer damit zu tun scheinst.
    Warum denn eigentlich? Was befürchtest Du, wovor hast Du Angst, was sollte denn passieren?
    Warum hast Du Angst davor, nicht gut genug bei etwas zu sein, wenn die Leute um Dich, die Du liebst und die Dich lieben,
    dich bereits jetzt ohne Einschränkung und jeglichen Erfolgsdruck lieben und wertschätzen?
    Hast Du das Gefühl, etwas "abliefern/geschafft haben zu müssen", um liebenswert zu sein?

    Das Ganze hört sich ein bisschen nach einer selbsterfüllenden Prophezeiung an:
    Du hast Angst davor, zu versagen, machst Deinen Wert davon abhängig, und redest Dir das so lange ein, bis Du Dich selbst total verunsichert und fertig gemacht hast, nicht mehr auf deinen Körper hörst und schlussendlich vielleicht wirklich "versagst".
    Was dann da Gefühl hinterlässt von: "ich hab es ja gesagt".
    Auch die Leere und Erschöpfung klingt ganz logisch. Du sagst, Du hörst nicht auf deinen Körper, redest Dir Quatsch ein, der Dich selbst klein macht, bestrafst und geisselst Dich geradezu, bis er irgendwann zusammenbricht. Du machst Dich selbst erstsahnig fertig.
    Das sich das nicht toll und nach einem Erfolgserlebnis anfühlt, glaube ich Dir gern.

    Jedoch bin ich mir sehr sicher, dass Deinen Freunden/Deinem Freund/Deiner Familie irgendwelche Erfolgserlebnisse nicht mal annähernd so wichtig sind, wie Dir. Und sie auch deinen Wert nicht darüber definieren. Erfahrungsgemäß sind die Leute, die einen lieben, primär daran interessiert, dass Du glücklich bist und dass es Dir gut geht! Ungeachtet irgendwelcher Erfolge!

    Ich hoffe, diese Fragen und dieser Text ist nicht zu persönlich und zu anmaßend. Ich habe keine Psychologische Ausbildung und ich will Dir auch nichts vorschreiben oder mir anmaßen, zu urteilen. Dazu habe ich weder das Recht, noch die Qualifikation. Und es geht mir nicht darum, dass Du sie mir in der Kommentarfunktion eine Antwort tippst. Das jedoch waren die Fragen und Worte, die mit intuitiv in den Kopf kamen, als ich Deinen Beitrag eben las und manchmal hilft es ja, etwas ganz objektiv gespiegelt zu bekommen, von jmd. der einen selbst und die Menschen um einen herum nicht kennt.

    Oh und ich finde Deinen Blog übrigens toll. Du scheinst eine sehr empfindsame, kreative Person, mit dem Herz am rechten Fleck und einem guten Geschmack beim Essen zu sein. Das mal ganz unpassend am Rande.

    Viele Grüße,
    Fae

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