Dienstag, 5. Juni 2012

Liebe Angststörung,

Liebe Angststörung,

du warst jetzt sicher 4-5 Jahre meine beste Freundin.
Du hast mir Schutz und Rückzug gegeben, wenn ich es am nötigsten hatte.Du warst zuverlässlich immer an meiner Seite. Tag und Nacht hast du über mich gewacht.
Wenn es nötig ar, hast du dich eingebracht, mich gestoppt und zurück auf den Boden geholt.

Ich muss sagen, ich bin dir auch dankbar...Du hast mich davor bewahrt, mich selbst völlig fertig zu machen. Duhast mich beschützt.
Aber wie bei allem im Leben gibt es auch eine zweite Seite. Du hst mich auch von vielem abgehalten. Wegen dir, habe ich die Konzerteder letzten 2 Jahre von Tizi verpasst. Wegen dir musste ich mich oft zurück ziehen und konnte nicht am Leben teilhaben. Zeitweise hast du mich sogar völlig in Gefangenschaft genommen.
Das hat mich extrem traurig gemacht....Ich musste auf Vieles verzichten, was mir immer Spass gemacht hat, was mir Freiheit gab....
Ich habe mich von die einsperren lassen, ich war deine Gefangene.

Jawohl, WAR.
Ich bin es nicht mehr...Du bist zwar noch nicht ganz verschwunden, aber ich höre immer wie weniger auf dich. Ich denke und fühle wieder selbst.
Macht es mir Spass ins Yoga zu gehen?- Ja, also gehe ich. Du, aber hättest gesagt:" Ja, aber du könntest auch Panik bekommen. Du könntest dich unwohl fühlen...bleib lieber zu Hause, das ist sicherer."

Ich bin aber froh darum, dass du mir immer wieder zu spüren gibst, dass ich Gefühle habe. Und vorallem, dass ich sie auch berücksichtigen soll. Es fühlt sich zwar schrecklich an, wenn du mir diese elende Übelkeit schickst, aber ich weiss dann, das es ein Gefühl gibt, was gehört werden will.

Im Moment bin ich traurig. Ich lasse die Traurigkeit zu, dann brauche ich die Übelkeit auch nicht.
Ich bin traurig darüber, dich zu verlieren und los zu lassen...Weil du halt meine treue Begleiterin warst. Ich habe auch etwas Angst, ob ich es alleine schaffe. Aber ehrlich gesagt, denke ich schon!
Ich habe so viel Neues gelernt, und bin daran es zu verfestigen und um zu setzen. Ich habe tolle Unterstützung. Menschen, die das Gute in mir sehe, mich ermutigen, lobeen und vorantreiben. Das ist ein tolles Gefühl.
Wir müsen zusammen daran glauben, dass ich es alleine schaffe!!!
Wenn du mir es zutraust, kannst du gehen.......Unsere Zeit ist vorbei.

Ich danke dir für alles, was du mir beigebracht hast. Dank dir, weiss ich das Leben zu schätzen und bin ein viel positiverer Mensch geworden. Ich weiss, dass das Wchtigste ist, auf mein Gefühl zu hören und zu vertrauen.

Ich habe in den letzten Jahren auch seh viel über andere Menschen, über Freundschaft und Familie gelernt. Dank dir, konnte ich mich von den Menschen lösen, die nicht gut für mich waren. Ich habe einen Kreis von Leuten um mich, die zu mir stehen und mich unterstützen.
Ich habe erfahren, wer mich wirklich liebt.

Danke dafür.Und Tschüss!

PS. Im äussersten Notfall bist du natürlich immer willkommen.

Deine,
Sara

Kommentare:

  1. Danke liebe Sara, dass du das mit uns teilt.

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  2. Hallo Sarah,

    ich habe das gleiche durchgemacht. Letztlich habe ich mich von meiner Angststörung auch symbolisch verabschiedet und tatsächlich machte sich daraufhin ein Verlustgefühl in mir breit.

    Kurz danach war ich natürlich unheimlich erleichert. ;-)

    Viele Grüße.

    Sebastian

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  3. Wieso postest du nichts mehr? Ich warte auf ein Lebenszeichen von dir!

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  4. liebe sara, wir alle vermissn dich hier. hoffentlich geht's dir gut?!

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Hallo! Schön das du dir die Zeit nimmst und mir einen Kommentar hinterlässt.
Bloss nicht schüchter sein, ich freue mich sowieso! Wenn du mir sonst lieber (oder auch) auf anderem Wege eine Nachricht hinterlassen möchtest, tu das via sara.bisonni@bluewin.ch

<3